Bald Änderung beim Zuschuss für Brillen

Gepostet von: | Gepostet am: Donnerstag, 16. Februar 2017

Auf der Seite des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes e.V. (DBSV) wird darauf hingewiesen, dass es bald zu einer Änderung für Zuschüsse zu Brillen kommen wird. So sollen Brillen bei Fehlsichtigkeit von mehr als 6 Dioptrien (bei Hornhautverkrümmung ab 4 Dioptrien) zukünftig durch die Krankenkassen bezahlt werden.

Diese Regelung wurde heute, 16.02.2017, mit dem Gesetz zur Stärkung der Heil-und Hilfsmittelversorgung – HHVG im Bundestag beschlossen.

Den gesamten Artikel können Sie beim DBSV nachlesen.

Allerdings sind zu diesem Thema Fragen entstanden. Deshalb schickte ich am 17.02.2017 folgende Mail an den DBSV, da sich dieser damit brüstet, dass seine Einwendungen zu dieser Regelung geführt haben:

Sehr geehrte Damen und Heren,

mit Interesse habe ich Ihren Artikel bzgl. Brillenkostenübernahme durch die KK gelesen. Diese Information wird ja zwischenzeitlich in mehreren Onlinemedien veröffentlicht.

Nun gehöre ich zu der Betroffenengruppe (minus 10 Dioptrien, Hornhautverkrümmung), die mittels Sehhilfe 100 % Sehkraft erlangt.

Gestern jedoch stieß ich auf die Information (ich weiß jedoch leider nicht mehr, wo), dass zwingend eine Verordnung eines Augenarztes notwendig sei, um als Betroffener in den Genuss der Zahlung durch die Krankenkasse zu kommen.

Bisher ging ich zwar regelmäßig zu Untersuchungen zum Augenarzt, meine Brillen jedoch habe ich – nach Bedarf und Erhaltungszustand von Gestell und Brille – irgendwann zwischendurch beim Optiker gekauft, der meine Sehstärke ja ebenfalls prüft.

Grundsätzlich freue ich mich ja über Ihr Engagement – aber stimmt das mit dem Augenarzt wirklich? Verbunden mit der Frage – gibt es wie beim Zahnersatzzuschuss eine vorgeschriebene Besuchsanzahl (siehe => Bonusheft)?

Und wenn das mit dem Augenarzt stimmt – freuen sich nun die Augenärzte über Ihr Engagement?

Und weiter: Was gehört alles zu „Kostenübernahme“? Brillengestelle ebenso wie die Gläser?

Und als Letztes die Frage: Wie oft ist eine Sehhilfenkostenübernahme vorgesehen? Nach Erstverordnung nur bei gravierenden Änderungen (und was bedeutet dann „gravierend“)?  Oder 1 x jährlich eine komplett neue Brille oder wie ist die Zeitschiene da geregelt?

Auf Ihre Antworten gespannt wartend grüßt

Klaus Düdder

Ich bin wirklich gespannt und werde weiter berichten – sofern es etwas zu berichten gibt.





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