Unabhängig, überparteilich…

Gepostet von: | Gepostet am: Dienstag, 19. Januar 2016

Eingestellt: 19.01.2016. Letzte Aktualisierung: 21.01.2016

…diesen Satz kennen die meisten Deutschen wahrscheinlich von der Zeile oberhalb einer Zeitung mit vier Buchstaben, welche ihren geistigen Unrat rücksichtlos und gerne ins Volk verteilt.

Diesmal allerdings gilt diese Überschrift nicht diesem „Blatt“, sondern einem öffentlich-rechtlichen Sender, einem Sender, welcher sich mit den beiden in der Überschrift stehenden Attributen schmücken können müßte, obwohl er durch die Politik mit Hilfe unserer Zwangsgebühren, genannt GEZ-Gebühren (unterstützt durch die „unabhängige“ Judikative), zwangsfinanziert wird.

Als am 18. Januar 2016 einmal mehr in einem öffentlich-rechtlichen Sender über die Frage der politischen Einflussnahme sowie eines durch die Politik vorgegebenen erzieherischen Auftrags in der Sendung „Hart aber fair“ (WDR) diskutiert wurde (Titel: Frisierte Polizeiberichte, bevormundete Bürger – darf man bei uns noch alles sagen? Video), beeilten sich alle Vertreter der Presse, dem dummen Volk zu versichern, dass keine Einflussnahme vorliegt und es so etwas auch nie gegeben hat.

In dieser Sendung schaffte es darüber hinaus die NDR-Journalistin, Publizistin und Moderatorin Anja Reschke (leitet seit 2015 die Abteilung Innenpolitik beim Norddeutschen Rundfunk (NDR), für den sie seit 2001 das Fernsehmagazin Panorama moderiert) einzugestehen, dass sie die in ihrer Sendung gesendeten Bilder, welche ihr sogar vorgeführt wurden, irgendwie gar nicht zu kennen schien – oder nicht kennen wollte. Jedenfalls eierte sie um eine jedwede, gar klare Antwort, massiv herum.

Wie dem auch sei: Der AfD-Mitdiskutant Gauland veröffentlichte völlig unaufgeregt seine eigene Meinung zur Unabhängigkeit der öffentlich-rechtlichen Sender, indem er sinngemäß sagte, es gäbe sicher keine schriftliche Anweisung in Form eines Schreibens oder einer Mail, aus welcher so etwas hervorgehen würde, aber die Einflussnahme wäre viel subtiler.

Für diese Meinung wurde er teilweise lautstark niedergemacht.

Heute, einen Tag nach der Sendung „Hart aber fair“ veröffentlichten die Zeitungen, dass ein geplantes Rededuell im SWR nicht wie geplant stattfinden kann, da eine der stärkeren Parteien schlicht nicht eingeladen werden darf:

Die Ministerpräsidenten der Bundesländer Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz, Winfried Kretschmann und Malu Dreyer, wollten die Sendung boykottieren und nicht an der Diskussionsrunde teilnehmen, sofern ein Vertreter der AfD ebenfalls eingeladen würde.

Nun, liebe/r Leser/in, machen Sie sich ein eigenes Bild von der Unabhängigkeit der öffentlich-rechtlichen Sender.

Vergessen Sie nicht, eventuell vorhandene Leserbriefe ebenfalls zu lesen.

Die AfD muss draußen bleiben (FAZ)

SWR fügt sich dem AfD-Boykott der Regierungschefs (Die Welt online)

Nach Druck von SPD und Grünen: SWR lädt AfD nicht zu „Elefantenrunden“ ein (Focus online)

AfD darf nicht zu den Wahl-Talkrunden des SWR (SZ)

Und denken Sie bitte auch immer daran: Durch die von der Poltik erzwungene Haushaltsabgabe, abgesegnet durch die Judikative, zahlen Sie dies alles mit!


Aktualisierung 20.01.2016:

FAZ-Kommentar: Wahlkampf im Fernsehen


Aktualisierung 21.01.2016:

TV-Duelle ohne die AfD – Klug oder eine kapitale Dummheit? (Stern online)

Spielt Partei in die Hände – Forscher entsetzt über AfD-Ausschluss von TV-Duellen (Focus online)

Jetzt wird es interessant:

„Skandalöse Einflussnahme der SPD“ CDU-Spitzenkandidatin Klöckner steigt aus TV-Debatte des SWR aus (Focus online)

Wegen AfD-Ausschluss: CDU-Spitzenkandidatin Klöckner steigt aus TV-Debatte aus (SZ)

Klöckner: „Für einen solch inszenierten Regierungstalk stehe ich nicht zur Verfügung“ (SZ)

Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz: Klöckner steigt aus TV-Runde der Spitzenkandidaten aus (Spiegel online)

…usw. usf.





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