DPD präsentiert: „Ja, wie heißt er denn?“

Gepostet von: | Gepostet am: Donnerstag, 29. Mai 2014

Ich bin ja nun von Paketzustellern bereits einiges gewohnt. Auch zu meinem Namen bin ich einiges gewohnt. DPD jedoch setzt bisher allem mir bekannten eine Krone auf! 🙂

Aber der Reihe nach.

Die folgende Benachrichtigung fand ich in neben meine Klingel geklebt vor (90-Wohneinheiten-Haus, Klingel – wie es auch sinnvoll ist – außen):

Gut denn… also, liebe DPD, lieber DPD-Zusteller.

Wie Sie aus dem Aufkleber des Paketes ersehen konnten, heiße ich weder Dider, noch Pider, noch Diper noch Piper. Sollte der erste Buchstabe gar ein „B“ sein – nein, ich heiße auch nicht Bider oder Biper (ich gebe zu: Ich rätsel immer noch über das, was da wirklich steht. Ist der Zettel etwa am Ende gar nicht für mich gewesen? Aber wem würde er dann nur gehören?), sondern Düdder. Was ist daran so schwer zu erkennen oder abzuschreiben? Es sind doch nur 6 (in Worten: Sechs!) Buchstaben, und drei davon sind sogar noch gleich…

Bisher war ich – wohl fälschlicherweise – davon ausgegangen, daß, wer einen Arbeitsvertrag lesen und unterschreiben kann und zudem wohl über eine gültige Fahrerlaubnis verfügt, des Lesens und des Schreibens mächtig sein sollte. –

Nun, aber auch den Rest der Benachrichtigung schauen wir uns etwas genauer an.

Interessant sind hier besonders zwei Hinweise, nämlich erstens der Hinweis, daß außer einer Uhrzeit fast alles möglich sei und zweitens daß man via 0900er-Nummer Kontakt aufnehmen kann.

Zu Ersterem fällt mir spontan die Frage ein, was den Empfänger wohl am meisten interessiert – außer einer Zustellzeit, die ja nicht beeinflußbar ist?

Zu zwei: Man kann telefonisch Kontakt aufnehmen. Für 59 ct pro Minute (ach ja – Mobilfunkpreise sind deutlich abweichend!). Ob man bei solch unverschämten Preisen dann vielleicht eine Zustellzeit absprechen kann? Scherz…

Zum Schluß lese ich den Hinweis, daß man sein Paket abholen kann. Bei DPD. Sie suchen eine Anschrift? Richtig. Es gibt keine.
Aber: Es gibt das Internet.
Schauen wir einmal nach. DHL hat ja Filialen rund um mich herum, ggf. auch Abholstationen. Und wie sieht es mit DPD aus? Ei ei ei… Tante Google sagt: 4,7 Kilometer. Im Hafen. Heißt: Wer kein eigenes KFZ hat, wird sich wohl oder übel ein Taxi nehmen müssen. 2 x 4,7 km zzgl. Anfahrt und Wartezeit. Na dann.
Ach ja – und die Ausweispapiere nicht vergessen. Dummerweise besitze ich lediglich einen Personalausweis aus Kunststoff, scheckkartengroß. Und jetzt?

Mr. Spock – was sagt die Logik zu all dem? 😉


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Ein Kommentar bei DPD präsentiert: „Ja, wie heißt er denn?“

  1. Viktor sagt:

    Vielleicht sollten sie einfach sicher stellen dass am tag der Lieferung jemand zu hause ist. Das würde ihnen den ganzen ärger ersparen.
    Sind sie dazu nicht in der lage, sollten sie entweder im „Geschäft“ einkaufen gehen oder sich das paket an di

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