Wärmedämmung vs. Brandgefahr

Gepostet von: | Gepostet am: März 15, 2014

Seit geraumer Zeit – nicht erst seit Michl Müllers Vollwärmeschutz der Liebe – spricht alles über Wärmedämmung am Haus.

Diese im Grunde sehr gute Entwicklung wird im Allgemeinen gleichgesetzt mit dem Wort Styropor.

Und hier genau setzt dieser kleine Beitrag an, denn zu Styropor sollte man einiges wissen, bevor man ihn (gutgläubig) als Wärmedämmstoff einsetzt.

Ich zitiere hierzu zunächst aus einem Artikel von zuhause.de:

Wer sein Haus richtig dämmt, kann seine Heizkosten drastisch reduzieren. Allerdings sind die Styropor-Platten, die vielerorts zur Fassadendämmung eingesetzt werden, jüngst stark in Verruf gekommen. Der NDR hatte zusammen mit der Materialprüfanstalt Braunschweig in Experimenten nachgewiesen, dass die Dämmplatten aus Polystyrol leicht entflammbar sind und giftige Dämpfe erzeugen. Bei einem Feuer wirken sie demnach sogar als Brandbeschleuniger.
Brandgefahr bei Wärmedämmung verringern (Vollständiger Artikel)

Die Beiträge des NDR finden Sie hier:
Wärmedämmung – Der Wahnsinn geht weiter
Brandgefährlich: Wärmedämmung aus Polystyrol
Brand im Schanzenviertel

Ebenso allerdings berichtet auch der Spiegel über dieses Problem…:
Styropor-Platten in Fassaden: Wärmedämmung kann Hausbrände verschlimmern

…sowie auch die Wirtschaftswoche…:
Fassadendämmung wird zum Brandbeschleuniger

…und auch Die Welt:
Wenn Styropor zur riskanten Feuerfalle wird

Lassen wir nun einige Bilder bzw. Einsatzberichte sprechen:
Villen-Dämmung geht in Flammen auf (hr online)
Einsatzbericht der Berufsfeuerwehr Frankfurt vom 06.06.2012
Brand auf einem Balkon incl. Ausbreitung (Youtube, franz.)
Brand verwüstet drei Reihenhäuser (bitte bei „Brandausbreitung“ genau hinschauen)
Mehrere Berichte in einer Datenbank
ARD: Mediathek („Könnes kämpft“)
Einsatz der Feuerwehr Bad Rappenau: Gebäudebrand 18.12.2013

Worin besteht das grundlegende Problem? Styropor soll doch angeblich nicht brennbar sein?

Doch – Styropor brennt gerne – mit, vor allen Dingen. Und dann auch gerne weiter. Böse wird es, wenn das Styropor brennend abtropft und darunter liegendes Material entzündet wird.
Stellen Sie sich einmal vor, Sie wollen unbedingt ein Fenster oder eine Tür nutzen, um Ihre Wohnung zu verlassen. Weils halt brennt. Oder Sie möchten mittels Steckleiter/Schiebleiter o.ä. oder mittels Hubrettungsfahrzeug der Feuerwehr herunter… und es tropft brennend von oben ab…
Aber auch die Brandausbreitung durch Styropor ist nicht zu verachten. Im Film ist dies wunderbar zu sehen.
Zudem muß man auf jeden Fall auch an die ungesunden Dämpfe denken (hier nur einmal eine Information dazu; mittels Suchmaschinen findet man hierzu jedoch noch mehr – außer natürlich bei styroporverarbeitenden oder -produzierenden Betrieben):

Polystyrol verbrennt mit leuchtend gelber, stark rußender Flamme und einem blumigen, süßlichen Geruch nach Styrol. Die Dämpfe sollten nicht eingeatmet werden, sie sind möglicherweise gesundheitsschädlich, weil sie neben Styrol auch andere Zersetzungsprodukte enthalten können (siehe auch: Physiologische Wirkung).
(Gesamter Beitrag auf chemie.de)

Aber eines ist sicher: Es ist billiger (dieses Wort habe ich bewußt gewählt) als Steinwolle oder andere Wärmedämmungsmöglichkeiten.

Weitere Filme zu diesem Thema finden Sie bei Youtube: Filme via Google


  • Eingestellt: 01.11.2013

  • Aktualisiert: 03.12.2013

  • Aktualisiert: 15.03.2014





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