Das gibts doch gar nicht! – Doch, bei Roller! (1)

Gepostet von: | Gepostet am: Freitag, 17. Januar 2014

Man hört und liest allerorten von der „Servicewüste Deutschland“. Ich versichere Ihnen – es gibt sie. Ich weiß es jetzt. Folgendes ist geschehen:

Ich gedachte, mir Möbel und ein wenig mehr von der Fa. Roller (ja, die aus der ständigen Werbung!) schicken zu lassen. Also suchte ich mir die für mich passenden Gegenstände aus, legte sie in den Online-Warenkorb und klickte los, um dann zum Bestellende zu kommen: Es wollte noch bezahlt werden.

An mehreren Stellen der Internetpräsenz dieser Firma wird auf die Zahlungsmöglichkeit per Visa-Karte hingewiesen. Da ich im Besitz u.a. einer Solchen bin und sich auf diesem Konto auch sofort passend das nötige Geld befand, gedachte ich diese Möglichkeit wahrzunehmen. Leider machte ich jedoch die Rechnung ohne Roller!

Stets, nachdem ich (ich wollte ja zusätzlich auch mein Kundenkonto bei Roller eröffnen, da ich wohl mehr dort gekauft hätte, trotz horrender Lieferkosten; so kostet das Liefern eines Matratzenschoners mit einem Warenwert von 9,95 Euro z.B. 28 Euro, weil der gerollte Matratzenschoner nicht per Post, sondern unbedingt per Spedition verschickt werden muß.) alle Angaben gemacht habe (und das war jedesmal einiges einzutippen), verweigerte Roller mir den Kauf wiederholt mit folgender Meldung:

Irgendwann wurde es mir zu bunt und ich rief die Bestellhotline an.

Dummerweise kann man dort nicht mit der Visa-Karte zahlen, beschied man mir mit müder Stimme am anderen Ende der Leitung. Und außerdem „wäre das Problem nicht bekannt und ich wäre auch der Erste, der das schildert“. Nun – die Frage ist doch eher: Wieviele Kunden geben entnervt auf und bestellen / kaufen woanders? Das war jedoch leider noch nicht das alles.

Lesen Sie daher folgende Mail, welche ich nach längeren erfolgslosen Versuchen, an meine Ware zu kommen, formulierte, um sie alsdann an info [at] roller [dot] de zu senden:

Sehr geehrte Damen und Herren,

heute versuchte ich, in Ihrem Onlineshop Möbel und mehr zu bestellen. Sie bieten dort die Möglichkeit der VISA-Kartenzahlung an. Nachdem ich zunächst ein Kundenkonto erstellt hatte, gab ich als Zahlungsart VISA an (insg. vier Versuche; dreimal mittels Firefox, einmal mittels Internet Explorer). Jedesmal wurde mir die Bestellung mit folgender Meldung verweigert:

Aus diesem Grunde rief ich Ihre Bestellhotline an in der Hoffnung auf eine schnelle Klärung bzw. Bestellung. Ich startete zwei Versuche, Ihre Bestellhotline zu erreichen.

Nachdem ich in beiden Fällen zunächst ein Freizeichen hörte, wurde ich nach dem ersten Durchklingeln sofort und ohne weitere Information aus der Leitung geworfen. Beim dritten Versuch erreichte ich jemanden aus einem Callcenter.

Die (Verzeihung!) Schlaftablette am anderen Ende der Leitung machte mich darauf aufmerksam, daß bei ihr keine Zahlung per Kreditkarte möglich ist. Ferner hatte sie offenbar an den technischen Problemen Ihres Hauses auch kein Interesse, gab mir jedoch auf meine spezielle Nachfrage mit äußerst müder Stimme Ihre Mailadresse.

Da mir also nun Roller klarmacht, daß die Zahlung per VISA nicht durchgeführt werden konnte (warum eigentlich nicht?) und ich telefonisch nicht per Kreditkarte bezahlen kann – wie kommen wir zueinander?

Kundenfreundlichkeit ist etwas Anderes… Auf Ihre schnellstmögliche Antwort bin ich bereits sehr gespannt.

Mit freundlichem Gruß

Auf die Antwort bin ich wirklich gespannt.


Übrigens: Die gute, alte Bezahlmethode „Auf Rechnung“ wurde mir nicht angeboten. Sofern Sie fragen, weshalb ich dann die „Klarna“-Methode „Auf Rechnung“ nicht gewählt habe, hier ein Hinweisbildchen:

Wie Sie unschwer erkennen können, werden hier tatsächlich, sozusagen „zur Strafe“, zusätzlich 6,50 Euro berechnet! Das gibts doch gar nicht! – Doch, bei Roller!

Eine weitere Option bleibt dann nur noch die Barkasse durch die Spedition. Aber auch hier wird man als Kunde bestraft: Nebst den ohnehin bereits exorbitanten Lieferkosten (siehe auch oben) werden nur für das Kassieren nochmals 6,50 Euro fällig.

Das gibts doch gar nicht?

Doch…bei… ach, Sie wissen schon! 🙂


Neues aus der Märchenwelt: Wie ich gerade beim heimkommen sah, wurde ich dreimal angerufen. Die angezeigte Durchwahlnummer war nicht identisch mit der Bestellheißliniennummer. Dreimal versuchte ich einen Rückruf. Als ich zurückrief, passierte… aber das kennen wir ja (siehe oben). Einmal klingelte es durch, und dann wurde ich kommentarlos aus der Leitung geworfen… Satte Leistung, Roller! Fassen wir also zusammen:

  • Der Anrufer spricht nicht auf den sich einschaltenden Anrufbeantworter
  • Eine Antwort in schriftlicher Form (Mail, Brief) habe ich bis heute (17.01.2014) nicht erhalten.
  • Bei meinen Rückrufen unter der angezeigten Rufnummer wurde ich kommentarlos nach dem ersten Klingeln aus der Leitung geworfen.

Demjenigen, welcher jetzt sagt: „Ja, man hat ja versucht, Dich telefonisch zu erreichen!“, möchte ich schreiben: Es ist allgemeines Geschäftsgebaren und auch weltweit anerkannt, daß nur das, was schriftlich ist, Gültigkeit besitzt. Weshalb? Weil sich ansonsten später niemand an Gesprochenes erinnern will. Und nur was man schriftlich hat, besitzt auch Beweiskraft. Möglicherweise hat man bei Roller genau davor Angst. Deshalb, liebe Firma Roller, macht es euch doch einfach: Schreibt!


Natürlich informiere ich hier gerne weiter. Damit Sie wissen, welche und wieviele Änderungen / Ergänzungen es gegeben hat, hier eine entsprechende Übersicht:

  • Erstellt: 27. Dezember 2013
  • Ergänzt: 27. Dezember 2013
  • Ergänzt: 09. Januar 2014
  • Ergänzt: 17. Januar 2014





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