Cardif (BNP Paribas) / DKB: Ein unschlagbares Gespann!

Gepostet von: | Gepostet am: Donnerstag, 3. Januar 2013

Mitarbeiter von Versicherungen und Banken sind bekanntermaßen ein eigenes Völkchen, wie ich feststellen darf. Die Loyalität zum Arbeitgeber führt mitunter zu interessanten Ergebnissen – je nach Nutzen des Arbeitgebers. Hier nun das dritte Beispiel – oder darf ich eher sagen: Trauerspiel?

Aus grauer Vorzeit noch habe ich Kontakt zur DKB. Damals schloß ich eine „Arbeitsunfähigkeitsversicherung“ für die Leistung der DKB ab. Auf den Versicherungsgeber hatte ich keinerlei Einfluß, dieser wurde durch die DKB ins Boot geholt.

Der Versicherungsfall trat leider ein. Deshalb durfte ich die abgeschlossene und bezahlte AU-Versicherung in Anspruch nehmen. Und hier kommt die CARDIF (BNP Paribas) ins Spiel.

Die CARDIF legte eigenmächtig fest (so die telef. Auskunft eines DKB-Mitarbeiters), daß die Fälligkeit der Versicherungsraten jeweils am 30. des Monats sei. Da diese jedoch zum 15. d.M. fällig waren (so vereinbart per Vertrag mit der DKB) führte dies zu ständigen Vorkassen oder – sofern ich die Abbuchung verweigerte – zu Verzugszinsen sowie Mahnungen seitens der DKB. Die CARDIF wurde über jede Mahnung informiert, deren Mitarbeiter kümmerte dies nicht.

In 2011 rief ich die CARDIF an und teilte ihnen mit, daß der Überweisungszeitraum mindesten 14 Tage vorverlegt werden müsse, da die Raten zum 15. d.M. und nicht zum 30. d.M. fällig würden. Tatsächlich hatte ich das erste Mal einen kompetenten Mitarbeiter am Telefon, welcher die Zahlungen nicht nur um 14 Tage, sondern tatsächlich sogar um vier Wochen vorzog, da er die Laufzeit des Geldes von einem Konto zum anderen mit einbezog.

Fortan waren wir glücklich. Wir, das waren: DKB und ich. Die CARDIF machte zunächst den Anschein, auch zufrieden zu sein.

Allerdings sagt ein Sprichwort, daß man nicht in Ruhe leben kann, wenn es jemand anderem nicht gefällt.
So kam irgendjemand bei der CARDIF zu dem einsamen Entschluss, im Dezember 2011 den Zahlungsrhythmus eigenmächtig ohne weitere Information an die DKB oder an mich wieder zurückzustellen zum vorhergehenden (Zahlungsverzug-ähnlichen) Rhythmus.

Dies führte natürlich automatisch wieder zu Mahnungen und Verzugszinsen, welche wohl wer zu zahlen hatte? Na? Richtig: ich! – da das Geld der CARDIF nicht mehr am 15. d.M. bei der DKB einging, sondern teilweise erst nach dem 01. des Folgemonats.

Mit Datum 06.12.2012 übersandte ich der CARDIF einen Brief, in welchem ich auf die Problematik hinwies und um Änderung des Zahlungsdatums bat.

Tatsächlich konnte ich im Online-Portal sehen, daß der Brief angekommen ist:

Übrigens, dieses Bild stammt vom 03.01.2013.

Zurück zum Thema:

Am 01.01.2013 kontrollierte ich, ob wenigstens die fällige Überweisung, welche am 30.12.2012 bei der DKB eingegangen sein sollte, bereits abgeschickt war. Dies war (sogar Stand 03.01.2013) nicht der Fall.

Deshalb sandte ich am 01.01.2013 unverzüglich eine weitere Mail an CARDIF, in welcher ich auch nachfragte, ob dies alles ein erneuter Versuch sei, „mich für meine Unverfrorenheit, Ihre nicht nachvollziehbare Maßnahme aus Dezember 2011 zu hinterfragen, zu maßregeln?“.

Hierzu ein Hinweis:
Als ich im letzten Jahr die Mahnungsmails der DKB ungefiltert an CARDIF übersandte, geschah es mit schöner Regelmäßigkeit, daß mein Onlinezugang gesperrt war. Mit Aufwand und Verzögerungen bekam ich ihn jedoch jedesmal wieder freigeschaltet. Ob das Eine mit dem Anderen zusammenhängt, läßt sich schlecht nachweisen – ein G’schmäckle bleibt. Darum also in meiner Mail die Frage nach der „Maßregelung“.

Tatsächlich jedenfalls erhielt ich eine wieder einmal automatisierte Antwort, daß die Mail zumindest empfangen wurde:

Von: sxxxxx [dot] cxxxxx [at] cardif [dot] com
Gesendet: Mittwoch, 2. Januar 2013 09:16
An: info [at] klausduedder [dot] de
Betreff: Mein Schreiben vom 06. Dezember 2012

Return Receipt Your document: Mein Schreiben vom 06. Dezember 2012
was received by:
at: 02/01/2013 09:15:41

Heute nun ist der 03.01.2013, und die Überweisung an die DKB, eigentlich bis spätestens 10.12.2012 ausgehen müssend, zum 25.12.2012 spätestens fällig gewesend, ist immer noch nicht raus.

Dafür habe ich tatsächlich noch eine standardisierte Mail erhalten…:

Von: info [at] cardif [dot] de
Gesendet: Donnerstag, 3. Januar 2013 15:05
An: info [at] klausduedder [dot] de
Betreff: Re: Mein Schreiben vom 06. Dezember 2012 – D10931062

Guten Tag

vielen Dank für Ihre E-Mail.

Ihre Mail wurde an die zuständige Abteilung zur Bearbeitung weitergeleitet.
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Einen schönen Tag und freundliche Grüße

Ihre BNP Paribas Cardif-Versicherung

Ihre Meinung ist uns sehr wichtig!
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Deshalb gilt: Egal, ob Lob, Anregung oder Kritik – wir sind offen für Ihre Beiträge, um unseren Service zu verbessern.
Als Dankeschön für Ihren Bericht erhalten Sie von uns ein kleines Präsent.

Cardif Allgemeine Versicherung
Cardif Lebensversicherung Friolzheimerstrasse 6 – 70499 Stuttgart – Deutschland
Tel : +49 711 82055 0 – Fax : +49 711 82055 499
info [at] cardif [dot] de
Do not print this document unless it is necessary, consider the environment
Die gesetzlichen Pflichtangaben finden Sie unter http://www.cardif.de/pflichtangaben+impressum

(Der Satz „Ihre Meinung ist uns sehr wichtig!“ nötigte mir dann doch ein lautes Lachen ab…)

Bald ist die nächste Zahlung fällig – schauen wir einmal, was die CARDIF macht. Aber: Selbst wenn das Geld heute an die DKB überwiesen würde – bis das Geld dort ist, bis es gebucht ist, bis mein Vorschuß wieder auf meinem Konto wäre (abgesehen von dem Schriftkram und meiner Arbeit wie auch bei der DKB) – da würden erfahrungsgemäß bis zu zwei Wochen ins Land gehen.

Kleiner Zwischenstand:
Meine Mail vom 01.01.2013 ist tatsächlich mit Datum 03.01.2013 als „Noch zu bearbeiten“ eingetragen worden (s.u.)… der Betrag, welcher am 30.12.2012 bereits bei der DKB hätte sein müssen, ist übrigens heute 23:59 Uhr immer noch nicht überwiesen. Morgen ist Samstag, dann Sonntag, ja, und Montag wäre dann bereits der 08.01.2013…

Arbeitsamkeit ist offenbar die Stärke der CARDIF nicht. Die Ignoranz – oder wie immer man es nach mehr als vier Wochen nennen will – führte nun zu einer weiteren Mail, deren Wichtigkeit ich auch entsprechend kennzeichnete:

Von: info [at] klausduedder [dot] de
Gesendet: Samstag, 5. Januar 2013 18:18
An: ‚info [at] cardif [dot] de‘
Betreff: Überweisung
Wichtigkeit: Hoch

Sehr geehrte Damen und Herren,

nachdem ich bisher weder auf meinen Brief vom 10.12.2012 noch auf meine Mail vom 01.01.2013 eine Rückinfo von Ihnen erhalten habe und darüberhinaus feststellen muss, dass der am 30.12.2012 bei der DKB fällige Betrag (Eingang dort) am Samstag, 05.01.2013 – Stand 18:15 Uhr – noch nicht einmal überwiesen ist, erwarte ich nun schnellstmöglichste Aufklärung, was da los ist.

Mit freundlichem Gruß

Klaus Düdder

07.01.2012, 09:19 Uhr – man steigert sich! – jedenfalls wurde die Mail schonmal empfangen. Ob sie geöffnet, gelesen und auch verstanden wird, wird sich noch zeigen…

Von: sxxxxxxxx [dot] kxxxxx [at] cardif [dot] com
Gesendet: Montag, 7. Januar 2013 09:20
An: info [at] klausduedder [dot] de
Betreff: Überweisung

Return Receipt Your document: Überweisung
was received by:
at: 07/01/2013 09:19:04

07.01.2012, 22:12 Uhr – Das Geld wurde weder überwiesen noch wurde meine Mail vom 05.01.2013, 18:18 Uhr bereits als „noch zu bearbeiten“ erfaßt.

Von: info [at] cardif [dot] de
Gesendet: Dienstag, 8. Januar 2013 11:17
An: info [at] klausduedder [dot] de
Betreff: Re: Überweisung

Guten Tag Herr Düdder,,

vielen Dank für Ihre E-Mail.

Ihre Mail wurde an die zuständige Abteilung zur Bearbeitung weitergeleitet.
Sie werden eine Antwort zu Ihrem Anliegen per Post erhalten.

Den Bearbeitungsstand Ihrer Mail oder aktuelle Informationen zu Ihrem Leistungsfall sehen Sie online unter www.cardif.de/mycardif ein. Hier können Sie sich auch über die von uns vorgenommenen Zahlungen in Ihrem Leistungsfall informieren. Die Anmeldedaten haben wir Ihnen mit unserem ersten Schreiben mitgeteilt.
Haben Sie Ihre Zugangsdaten vergessen? Kein Problem: Sie können über www.cardif.de/mycardif ein neues Passwort anfordern.

Einen schönen Tag und freundliche Grüße

Ihre BNP Paribas Cardif-Versicherung

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Als Dankeschön für Ihren Bericht erhalten Sie von uns ein kleines Präsent.

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Nun schreiben wir den 08.01.2013, aber wenigstens wurde meine Mail heute an die zuständige Abteilung weitergeleitet.
Interessant ist nach wie vor die Wichtigkeit meiner Meinung – und, und das fällt mir erst jetzt auf, der schöne Tag mit den freundlichen Grüßen. Den schönen Tag hätte ich gerne nach dem 10.12.2012 bereits gehabt… als kleines Dankeschön allerdings habe ich nach der Anrede immerhin zwei Kommata geschenkt bekommen. Super Leistung, darauf kann man wahrlich stolz sein.

09.01.2013: Dies ist ein Tag der Wunder! Ich werde dem 09.01. einen Namen geben (CARDIF-Tag?) und dieses Datums einmal jährlich gedenken!
Der gesamte Schriftverkehr (ein Brief, zwei Mails) hat den Status von „Noch zu bearbeiten“ auf „Posteingang“ gewechselt – und: Oh Wunder! – die Zahlung 12.2012-02.2013 taucht tatsächlich schon auf – ein Überweisungsdatum steht jedoch noch nicht dabei…
10.01.2013: Es scheint vollbracht! Heute kann ich nachlesen, daß die Überweisung tatsächlich am 09.01. durchgeführt worden sein soll. Ich bin gespannt auf die folgenden Termine…
30.01.2013: Seit dem 15.01.2013 liegt ein Posteingang vor. Was immer es ist, wer immer da etwas veranlaßt hat: Seit 15 Tagen wartet da etwas auf Bearbeitung… und von mir kams nicht…
05.02.2013: Die Nachricht vom 15.01.2013 liegt immer noch unter „Zu bearbeiten“ im Eingang.
17.02.2013: Die Nachricht vom 15.01.2013 liegt immer noch unter „Zu bearbeiten“ im Eingang.
25.02.2013: Die Nachricht vom 15.01.2013 liegt immer noch unter „Zu bearbeiten“ im Eingang.

Übrigens: Trotz des gesamten Vorganges hat es die BNP Paribas bis jetzt nicht geschafft, um Entschuldigung zu bitten. Ich werde einfach ignoriert.

Mein Tipp: Finger weg von der DKB – als Kunde sind sie verloren, insbesondere wenn die CARDIF mit ins Spiel kommt.

02.03.2013: Man glaubt es kaum – das Schreiben vom 15.01.2013 (mit unbekannter Herkunft) ist von „Noch zu bearbeiten“ nach „Posteingang“ gewechselt! Und… *tadaaaaaaaaaa!* – die Fälligkeit ist auf den 15. d.M. geändert worden! Irgendetwas tut sich – nur ich als der Betroffene weiß nicht, was…

Kurz noch etwas zur Überschrift:
Diese kam deshalb zustande, weil ich zuvor mehrfach versuchte, mit der DKB Kontakt zu bekommen. Als es dann endlich einmal klappte, wies die DKB alle Schuld wegen der Weitergabe des Fälligkeitstermines 30. d.M. von sich und verwies auf mich als Kunde (es wäre meine Aufgabe, die CARDIF zu kontaktieren). Die DKB, also völlig schuldlos. Nun – die CARDIF ist ebenso schuldlos, teilte man mir doch aus anderen Gründen seinerzeit mit, daß der Schriftverkehr ausschließlich über die DKB zu gehen habe und man würde nur tätig, wenn der Verkehr über die DKB laufe.

Wie man es also dreht und wendet: Die DKB ist unschuldig, die CARDIF auch, und ich stecke mittendrin. Daß die beiden Häuser sich einfach einmal telefonisch in Verbindung setzen – nein, dies würde man nicht tun. In der Aussage sind sie sich wenigstens einig. Man hat ja den Kunden. Mithin: Mich…


  • Veröffentlicht: 03.01.2013
  • Aktualisiert 2013: 09.01., 10.01., 30.01., 05.02., 17.02., 25.02., 02.03.





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